Analytik Jena beendet dreimonatiges Rumpfgeschäftsjahr 2014 negativ

05.03.2015 | News
  • Konzernumsatzerlöse in Höhe von 28,8 Mio. EUR erwirtschaftet
  • Ergebnissituation durch weiteren Kursverfall des Rubel und schwaches operatives Geschäft in den Kernsegmenten beeinflusst
  • Positiver operativer Cashflow in Höhe von 1,2 Mio. EUR erzielt
  • Rekordauftragseingang zu Beginn 2015 lässt Rückkehr in Gewinnzone erwarten

Jena, 5. März 2015 — Die Analytik Jena AG (ISIN: DE0005213508, Marktsegment: Prime Standard, Börsenkürzel: AJA) erzielte vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2014 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 28,8 Mio. EUR (Vorjahr 12 Monate: 121,3 Mio. EUR). Im Instrumentengeschäft beliefen sich die Gesamtumsätze auf 24,4 Mio. EUR (Vorjahr 12 Monate: 99,7 Mio. EUR). Die in den Konzernerlösen inkludierten Umsätze des von der Tochtergesellschaft AJZ Engineering realisierten Projektgeschäfts betrugen nach Ablauf des Rumpfgeschäftsjahres 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 12 Monate: 21,6 Mio. EUR). Die Exportquote der Analytik Jena betrug 76,8 % (Vorjahr: 79,3 %). Die Analytik Jena verzeichnete im Instrumentengeschäft zum Stichtag einen Auftragseingang in Höhe von 23,1 Mio. EUR.

„Hinter uns liegt ein Rumpfgeschäftsjahr von drei Monaten, in denen wir in Anbetracht der unveränderten politischen Rahmenbedingungen in der Ukraine bzw. in Russland, der Integration des ICP-MS-Geschäfts in unseren Bereich Analytical Instrumentation sowie der Straffung unserer Strukturen im Bereich Life Science, wie erwartet, eine ähnlich verlustreiche Berichtsperiode verbuchten wie im vorherigen Geschäftsjahr 2013/2014“, sagte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG. „Aufgrund der anhaltenden Abwertung des russischen Rubel mussten wir erneut deutliche Wertberichtigungen sowie hohe operative Verluste in unserem Projektgeschäft verarbeiten. Diese betrugen zum Stichtag 8,6 Mio. EUR.“

Der Konzern schloss die Berichtsperiode mit einem Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) in Höhe von -9,7 Mio. EUR (Vorjahr: -1,3 Mio. EUR) bei einer EBITDA-Marge von -33,9 % (Vorjahr: -1,0 %) ab. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf -11,6 Mio. EUR (Vorjahr: -6,2 Mio. EUR). Die enttäuschende Ergebnisentwicklung ist auch auf ein anhaltend schwaches operatives Geschäft zurückzuführen, in dem die Analytik Jena den durch die Akquisitionen und den Ausbau der internationalen Direktvertriebsstrukturen gestiegenen Vertriebs-, Verwaltungs- und FuE-Kosten keine entsprechenden Steigerungen der Umsatzerlöse im Instrumentengeschäft entgegensetzen konnte. Belastet wurde das Betriebsergebnis insbesondere durch anhaltend schwache Umsätze in allen drei Geschäftsbereichen des Instrumentengeschäfts sowie durch ein jeweils negatives Ergebnis in Life Science, in Optics und in Project Business. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis durch geplante Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Life Science, die durch die Bildung von Rückstellungen als Einmaleffekte abgebildet wurden. Diese enthalten z.B. die zu erwartenden Kosten im Rahmen der Schließung des Bereichs Sepsis-Diagnostik sowie Wertberichtigungen auf eine Beteiligung.

Die Analytik Jena verbuchte nach Abschluss des Geschäftsjahres einen Konzernjahresfehlbetrag von -13,0 Mio. EUR (Vorjahr: -9,2 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie beträgt -1,38 EUR (Vorjahr: -1,21 EUR). Die Analytik Jena erzielte im Rumpfgeschäftsjahr einen operativen Cashflow in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -5,6 Mio. EUR).

„Die genannten Effekte sind im Wesentlichen einmaliger Art und werden das laufende Geschäftsjahr 2015 nicht belasten. Erfreulich zeigte sich der Rekord-Auftragseingang in den beiden Kernsegmenten Analytical Instrumentation und Life Science in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2015. Mit der Markteinführung des PlasmaQuant® MS auf der „European Winter Conference on Plasma Spectrochemistry“ Ende Februar in Münster erwarten wir Umsätze im laufenden Geschäftsjahr. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Analytik Jena bereits zum Ende des Kalenderjahres wieder zu profitablem Wachstum zurückkehrt ist“, so Berka.

Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte der Konzern insgesamt 1.102 Mitarbeiter, darunter 36 Auszubildende (Vorjahr: 1.098 Mitarbeiter, davon 35 Auszubildende) und damit nahezu genauso viele Mitarbeiter wie zum vorangegangenen Bilanzstichtag 30. September 2014.

Die Analytik Jena AG ist noch bis zum 26. März 2015 im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im Börsensegment Prime Standard notiert. Ab dem 27. März 2015 werden die Aktien der Analytik Jena AG nur noch im Freiverkehr der Börsen in Stuttgart, München, Hannover, Düsseldorf, Berlin/Bremen und Hamburg gehandelt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 entspricht das Geschäftsjahr der Analytik Jena AG dem Kalenderjahr.

Der vollständige Finanzbericht ist verfügbar unter http://berichte.analytik-jena.de/Geschaeftsbericht2014R.pdf.


Kontakt

Dana Schmidt
Pressesprecherin
+49 (0) 36 41  77-92 81presse@analytik-jena.de

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