Analyse von synthetischen Nanopartikeln in Lebensmitteln mittels Einzelpartikel-ICP-MS — Analytik Jena startet Forschungsprojekt

07.03.2018 | News

Analytik Jena startet Forschungsprojekt µNOX

Jena, 7. März 2018 — Synthetische Nanopartikel werden in zahlreichen Nahrungsmitteln und Konsumgütern zur Optimierung von Produkteigenschaften eingesetzt. Die oftmals eingesetzten Silber-Nanopartikel in Konsumgütern haben eine antibakterielle Wirkung und werden daher verstärkt in Sport und Funktionskleidung verwendet. SiO2, TiO2, MgO und viele andere Komposite werden auch in Nahrungsmitteln zur Optimierung der Konsistenz und sensorischen Eigenschaften eingesetzt. Der Kenntnisstand zur Wirkung der Partikel, zur Aufnahme in den menschlichen Körper, der Zellgängigkeit und allgemeinen Toxizität ist allerdings noch sehr gering. Viele dieser synthetisch erzeugten Partikel gelangen unverändert in die Umwelt. Die vielfältigen Auswirkungen durch Akkumulation oder auch erneute Aufnahme in die Nahrungskette sind bisher ebenfalls nur gering untersucht und Bestandteil von zahlreichen Studien.

Eine Analysenmethode um die Art des Partikels aber auch die Anzahl und Größenverteilung zu charakterisieren ist die Einzelpartikel-ICP-MS. Damit können Partikel bis in den unteren Nanometerbereich bestimmt werden. Die Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma erlaubt die Detektion von Elementen mit sehr hoher Empfindlichkeit und kann daher Nanopartikel bis <10 nm für viele Elemente nachweisen.

Im Rahmen des Verbundthemas, welches zusammen mit dem Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena als gemeinsames Projekt bearbeitet wird, erarbeitet die Analytik Jena eine Methode zur Analyse von potentiell gesundheitsgefährdenden Nanopartikeln in Nahrungsmitteln mittels ICP-MS.

Das Forschungsprojekt startete offiziell am 1.1.2018 mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren. Das Forschungsprojekt wird vom Freistaat Thüringen unter der Nummer 2017 FE 9048 gefördert und durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-OP 2014-2020) kofinanziert.


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