Teil der Lösung 2020 erschüttert die COVID-19-Pandemie die Welt. Bei der Impfstoffsuche, beim Virenschutz und in der Diagnostik sind Lösungen von Analytik Jena gefragt.

Analytik Jena Germany / DACH

Gründung

1990

Zeitzone

UTC 0

Mitarbeiter

582

Währung

EURO

Jena in Thüringen in Deutschland ist Ursprung und Heimathafen von Analytik Jena. Dort und an den Standorten Berlin, Göttingen, Langewiesen und Überlingen wirken insgesamt 582 Mitarbeiter, hinzu kommt eine Niederlassung in der Schweiz. In der Unternehmensgeschichte ist die Zeiss-Tradition elementar. In den Umbrüchen des Wendejahres 1990 brachten mit Jens Adomat, Klaus Berka und Walter Maul drei mutige Unternehmer die Analytik Jena auf den Weg.

2020 erschüttert die COVID-19-Pandemie die Welt. Bei der Impfstoffsuche, beim Virenschutz und in der Diagnostik sind Lösungen von Analytik Jena gefragt.

 

Technologisch liegt Analytik Jena im Pandemie-Jahr 2020 im Auge des Orkans: Pipettierroboter dienen zur Impfstoffsuche und zur RNA-Aufbereitung. Für die Diagnose kommt der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) eine zentrale Rolle zu: Mit nichts anderem werden Viren und Antikörper nachgewiesen, und dafür bedarf es der passenden Geräte und Reagenzien.

 

"Wir haben unsere Produktion zur Isolierung viraler Nukleinsäuren verzehnfacht, mit demselben zwölfköpfigen Team", besinnt sich Timo Hillebrand, Geschäftsführer der AJ Innuscreen, auf die heiße Phase im März, April 2020. Sein Team stellt jene Reagenzien her, die der Patientenprobe aus dem Wattestäbchen das Geheimnis entlocken. "Wenn die Pipettierroboter und die PCR-Geräte die Hardware sind, dann dienen unsere Chemikalien, die Analytik Jena vertreibt, als Software." Der CyBio FeliX ist hierfür das passende Hardware-Pendant: Er pipettiert simultan und automatisch 96 Proben auf einen Streich, um die fraglichen Viren aufzuschließen, deren RNA freizusetzen, an eine feste Phase zu binden, zu waschen und final wieder von der festen Phase abzulösen. "Die Qualität der Polymerase-Kettenreaktion und damit der Testergebnisse hängt davon ab, wie gut es mir gelingt, die Nukleinsäure sauber zu isolieren", so der Geschäftsführer der AJ Innuscreen.

Erhöhte Nachfrage nach PCR-Geräten

Die Polymerase-Kettenreaktion selbst findet im Bauch der Thermocycler statt, die bei Analytik Jena Namen tragen wie qTOWER, Biometra TRobot II oder Biometra- Thermocycler. Hierzu wählt man einen virustypischen Ausschnitt der (einsträngigen) RNA, schreibt ihn per Reverse Transcription zu (doppelsträngiger) DNA um und schmilzt die Doppelstränge bei 95 Grad Celsius wiederum in Einzelstränge auf, damit sie sich verdoppeln können. Das geschieht, indem man bei verringerter Hitze das Enzym Polymerase zusetzt, das die Verdopplung der Verdopplung der Verdopplung etc. anregt, also eine Kettenreaktion in Gang setzt. Sollte der Test positiv sein, vervielfältigt sich der Strang wie durch Zauberhand und wird damit nachweisbar.

Die sprunghaft gestiegene Nachfrage betraf Reagenzien und Geräte gleichermaßen. "Im ersten Halbjahr 2020 hat Analytik Jena doppelt so viele PCR-Geräte wie im gesamten Vorjahr verkauft", erklärt Matthias Ludwig, Application Specialist im Life Science-Bereich.

Die Nachfrage sei aus mikrobiologischen Labors überall auf der Welt gekommen – auch solchen, die schon gut ausgerüstet waren, aber die Kapazitäten aufstocken mussten. Und Eggert Appel, Teamleader Product Development für die PCR-Technologie, die in Göttingen und Jena hergestellt wird, ergänzt: "Natürlich hat uns das auch vor Herausforderungen gestellt. Denn so viele Geräte wollen erstmal gebaut werden, dafür brauchten wir mechanische und elektronische Teile und Komponenten. Elektronische Bauteile werden ja meist in Asien gefertigt, und wegen der Corona-Beschränkungen kam es zu Engpässen." Und wie so oft bleiben die Effekte einer krisenhaften Entwicklung nicht eindimensional, sondern bringen Trends zum Vorschein: "Wenn neue Labors speziell zur Viruserkennung entstehen, bedürfen die einer gewissen Grundausstattung an Geräten, die dadurch ebenfalls verstärkt nachgefragt werden. Außerdem: Um Testkapazitäten für entlegene Landstriche bereitzustellen, wachsen anscheinend im Markt Überlegungen, fahrende Labors einzurichten. An Geräten, die sich dafür eignen, sind wir dran", erklärt Eggert Appel, worum es künftig (auch) gehen wird.

»Die Qualität der Testergebnisse hängt davon ab, wie sauber die Nukleinsäure isoliert wurde.«

Dr. Timo Hillebrand, CEO AJ Innuscreen

»Unsere Lösungen helfen bei Diagnosen und der Impfstoffsuche. Nicht nur bei Pandemien, aber auch.«

Eggert Appel, Teamleader Product Development, PCR-Technologie

In my element

Adeline Vargas

Regional Office Manager, Zweigniederlassung Schweiz

Beruflich bin ich in meinem Element …
… wenn sinnvoll ist, was ich tue. Schließlich: Man verbringt so viel Zeit mit Arbeit, und hinter unseren Produkten kann ich stehen. Mir liegt an einem guten Austausch unter den Kollegen, der alle Meinungen respektvoll einbezieht und gute Kompromisse hervorbringt.

Privat bin ich in meinem Element …
… wenn ich tanze. Ob ich traurig bin, verärgert oder glücklich – in den orientalischen Tanz kann ich alles hineinlegen und verarbeiten. Und der Kreis meiner Freunde ist mir wichtig, eine Gruppe, in der wir voneinander lernen in tiefem Austausch.

Zur Geburtstagsfeier …
… würde ich einen herzhaften Gugelhupf mit Mandeln und Rosinen beisteuern, typisch für meine Heimat, das Elsass, oder unsere Sauerkrautvariante Choucroute.

Eggert Appel

Teamleader Product Development, PCR-Technologie, Göttingen

Berufl ich bin ich in meinem Element …
… wenn ich zusammen mit motivierten Menschen Aufgaben lösen kann und jeder mit positiver Leidenschaft dabei ist. Dies teamorientiert, respektvoll und verantwortungsbewusst.

Privat bin ich in meinem Element …
… wenn ich im Alltag schöne Dinge mit meiner Familie erlebe: entspanntes Einkaufen zum Beispiel, ein Spaziergang mit dem Hund, das Arbeiten mit meiner Frau zusammen, mit ihr und unserem Sohn essen gehen.

Zur Geburtstagsfeier …
… würde ich Essen aus meiner niedersächsischen Heimat mitbringen: Grünkohl mit Kartoffeln und Bregenwurst, Spargel, Kartoffeln und Schinken, Ahle Wurst – das sind Spezialitäten, die nicht fehlen dürften.

Claudia Schneider

Senior Specialist Sales Support, Jena

Beruflich bin ich in meinem Element …
… wenn ich im Hintergrund die Gleise so stelle, dass jeder arbeiten kann. Ich bin seit 25 Jahren dabei, mit Herzblut, und weiß: Stammdaten fallen nur auf, wenn sie nicht gepflegt sind. Ich trage Sorge für ihre Unauffälligkeit.

Privat bin ich in meinem Element …
… wenn ich in meiner Gemeinde den Zusammenhalt stärke. Ich stehe dem Förderverein der Grundschule vor, obwohl meine Kinder dort längst rausgewachsen sind, und wirke in der Maibaumsetzergesellschaft im Hintergrund. Wie ich meinem Sohn erklärte: Traditionen überleben nur, wenn wir sie pflegen. Jetzt will er sich auch dafür einsetzen.

Zur Geburtstagsfeier …
… würde ich Mutzbraten beisteuern, am Spieß gebratenes Schweinefleisch, eine Thüringer Spezialität.

Dr. Christiane Ehrling

Site Manager Langewiesen & Head of Product Development Elemental Analysis / Sum Parameter

Beruflich bin ich in meinem Element …
… wenn ich gemeinsam mit meinem Team kreative Problemlösungen zu marktreifen Produkten führe. Mir ist es wichtig, offen und neugierig zu bleiben, ich suche immer neue Herausforderungen.

Privat bin ich in meinem Element …
… in zweierlei. Einmal beim Tauchen und Fotografieren. Das Tauchen in den heimischen Süßwasserseen oder den Weltmeeren ist mir Ausgleich zum oft hektischen Alltag, da komme ich zur Ruhe und der Kopf wird frei. Was mir begegnet, halte ich im Bild fest. Und zum anderen mit meiner Familie, die fünf Generationen umfasst.

Zur Geburtstagsfeier …
… gehört ein Geburtstagskuchen. Ich würde einen Schokokuchen backen und für die späteren Stunden einen guten Rotwein mitbringen.

Ewald Haak

Design Engineer, Überlingen

Beruflich bin ich in meinem Element …
… wenn ich in einer Konzeption stecke und erkenne, dass es so funktionieren kann. Ich fühle mich zu meinem Beruf berufen, und das ist für mich ein großes Geschenk.

Privat bin ich in meinem Element …
… wenn ich bei meinen Bienen bin. Schon mein Großvater war Imker, und als ein Schwarm ausbüxte, wurde der, als ich 15 war, mein erstes Bienenvolk. Ich bin eigentlich ein unruhiger Geist, aber bei den Bienen muss ich ruhig werden, dann tauche ich ein in eine andere Welt, in der es summt und lebt und sich auf geheimnisvolle Weise austauscht.

Zur Geburtstagsfeier …
… bringe ich ein Glas Honig mit. Meine Bienen stehen inmitten biologisch bewirtschafteter Wiesen und sammeln emsig im Löwenzahn.

Gert Finke

Head of IT, Jena

Beruflich bin ich in meinem Element …
… wenn ich Fehler im Netzwerk finde und löse. Dass ich den Fehler nicht finde? Das kommt nicht vor. Als COVID-19 ausbrach, waren die Zugriffsmöglichkeiten geschaffen. Wie wir unter Kollegen scherzen: Wäre das nicht bereit gewesen, hätte man die Pandemie verschieben müssen.

Privat bin ich in meinem Element …
… wenn ich Bier braue oder Möbel baue oder die elek tro nische Haussteuerung perfektioniere. Ich bin zwar seit 20 Jahren nie ohne Laptop in den Urlaub gegangen, doch pflege ich bewusst meine Hobbies.

Zur Geburtstagsfeier …
… würde ich das passende Bier mitbringen, das ich selbst gebraut habe. Ein Ale passt zu Lamm, ein Bier mit Thymianauszügen zur Ente. Das Expertenwissen bringe ich auch mit.

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Automatisierter Standard Thermocycler: Biometra TRobot II Bewährte PCR-Kompetenz für die Automatisierung

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Standard-Thermocycler

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